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DIN 18065 · ISO 14122-3 · DIN 18040
Wie hoch muss ein Geländer sein?
Gebäude, Maschinenzugang und barrierefreies Bauen folgen drei verschiedenen Normen — mit unterschiedlichen Höhen, Öffnungsweiten und Anforderungen an Handlauf und Fußleiste.
Drei Welten, drei Normen
Das ist die häufigste Verwechslung überhaupt: Ein Geländer an einer Maschinenbühne folgt anderen Regeln als ein Treppengeländer im Wohnhaus. Wer die falsche Norm zugrunde legt, baut entweder unnötig teuer oder unzulässig.
1. Im Gebäude — DIN 18065
Die DIN 18065 regelt Gebäudetreppen und die zugehörigen Umwehrungen. Die Mindesthöhe einer Umwehrung richtet sich nach der Absturzhöhe: Bis zu einer bestimmten Absturzhöhe gilt ein niedrigerer Wert, darüber ein höherer. Ergänzend regeln die Landesbauordnungen und die DIN EN 1991-1-1 die anzusetzenden Horizontallasten. Bei Gebäuden mit Kindern gilt außerdem: keine horizontalen Elemente, die zum Klettern einladen, und begrenzte Öffnungsweiten.
2. An Maschinen und Anlagen — DIN EN ISO 14122-3
Für ortsfeste Zugänge zu Maschinen — Bühnen, Podeste, Laufstege, Treppen und Leitern — gilt die DIN EN ISO 14122-3. Sie verlangt in der Regel ein Geländer mit Handlauf, Knieleiste und Fußleiste, definiert Mindesthöhen und maximale Abstände und legt fest, welche Kräfte das Geländer aufnehmen muss. Das ist der Bereich, in dem Industriegeländer gebaut werden — und der Grund, warum ein Industriegeländer anders aussieht als ein Balkongeländer.
3. Barrierefrei — DIN 18040
Wo barrierefrei gebaut wird, kommt die DIN 18040 hinzu. Sie stellt zusätzliche Anforderungen an den Handlauf: beidseitig, durchgehend, gut umgreifbar, mit definiertem Querschnitt, sicherem Abstand zur Wand und Verlängerung über Anfang und Ende der Treppe hinaus. Die Umwehrungshöhe selbst bleibt Sache der DIN 18065.
Wo es in der Praxis klemmt
- Bestand: Bei Umbauten sind vorhandene Höhen oft grenzwertig. Hier braucht es eine Abstimmung mit dem Planer, keine Faustregel.
- Öffnungsweiten: Nicht nur die Höhe zählt — auch, wie groß die Lücken sein dürfen.
- Lastannahmen: Ein Geländer an einer öffentlichen Tribüne muss ganz andere Horizontallasten aufnehmen als eines im Einfamilienhaus.
- Oberfläche: Außenbereich heißt in der Regel feuerverzinkt oder Edelstahl — das beeinflusst schon die Konstruktion.
Was wir fertigen
Wir bauen Industriegeländer, Podest- und Bühnengeländer, Handläufe und Absturzsicherungen — verzinkt, lackiert oder in Edelstahl, passend zur jeweils gültigen Norm. Sagen Sie uns bei der Anfrage, um welchen Einsatzbereich es geht: Gebäude, Maschinenzugang oder barrierefreier Bereich. Danach richtet sich alles Weitere.
Diese Seite ist eine allgemeine Erläuterung und ersetzt weder den Normentext noch eine Fachplanung. Maßgeblich ist immer die gültige Fassung der Norm.
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Wir klären Norm, Klasse und Toleranz, bevor gefertigt wird — im Angebot, nicht hinterher.
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